chocobern's

Nachwort

Wenn schon ein Zugang zu diesem süßen Kulturgut ermöglicht wird, so hat das Publikum auch ein Anrecht auf die wahre Geschichte von Rodolphe Lindt.
chocobern's

Nachwort

Wenn schon ein Zugang zu diesem süßen Kulturgut ermöglicht wird, so hat das Publikum auch ein Anrecht auf die wahre Geschichte von Rodolphe Lindt.
Aufgrund der Version aus «Patriarchen» könnte Chocobern vorgeworfen werden, diese Geschichte zu beschönigen oder gar zu verharmlosen. Und das alles im Namen des perfekten Genussmoments. Ich habe jedoch auch ausserhalb des Tellerrands recherchiert. Deshalb orientiert sich meine Darstellung an den historischen Fakten. Seit der Ausstrahlung von «Schweiz und die Schokolade» wurden zudem vermehrt Rückfragen zur Legende gestellt. Die Hintergründe sind jedoch zu komplex, sodass die Beantwortung den zeitlichen und genussvollen Rahmen einer Tour sprengen würde. Ausserdem lasse ich mir die Rolle eines Lehrmeisters nur ungern aufzwingen. All dies spricht für eine Publikation meiner Recherche.

Nun kann die wahre Geschichte über R. Lindt aber nicht im Interesse aller sein. Ein Paradox ist ausserdem häufig das Resultat von irrationalem Verhalten. Im Vorfeld der Publikation lassen sich die Reaktionen also nur bedingt abschätzen. Mit dieser Güterabwägung sehe ich mich konfrontiert. Für die Entscheidung besinne ich mich nun wieder dem primären Ziel des Magdas-Projektes, aus welchem die Schokoladentouren entstanden. Wenn dem Publikum schon ein Zugang zur Berner Schokoladengeschichte ermöglicht wird, dann hat es auch ein Anrecht auf den korrekten Inhalt.

Mit der Teilpublikation erhoffe ich mir, unnötige Widerstände beheben zu können. In dieser Sache sei eine kleines Gedankenspiel erlaubt: Würde die Legende von der Person von R. Lindt entkoppelt, so würden sich in Bern alle vom einen zum anderen Wochenende hangeln und wären deshalb nur mit Glück erfolgreich. Mit der Gegendarstellung ist nun aber auch eine Grundlage geschaffen, auf welcher jeder für sich entscheiden kann, ob das Narrativ eines Zufallswochenendes angebracht ist oder eben nicht. Bei Rückfragen auf einer Tour kann ich Interessierte künftig zudem auf diese Webseite verweisen.

Ich bin in Herrenschwanden aufgewachsen. Das bevorzugte Migros meiner Mutter ist das Zähringer in der Länggasse. Gemeinsam mit meinem Bruder begleiteten wir sie jeweils beim Einkauf. An die Zeit der Schokoladenfabrik am heutigen Standort der Unitobler mag ich mich daher noch vage erinnern. Der Besuch bei Jaccobs Suchard im Rahmen des Berner Ferienpasses ist hingegen noch in bester Erinnerung. Das Dschungelbuch war ausserdem mein erster Kinofilm. «Ruhe und Gemütlichkeit» ist eine Lebensphilosophie, welche ideal mit der Slow-Food-Bewegung einhergeht. Das Veredelungsverfahren von R. Lindt dauerte stundenlang. Die Geschichte über die Berner Schmelzschokolade harmoniert daher perfekt mit einer Stadt, in welcher man sich noch Zeit für die genussvollen Stunden im Leben nimmt. Eigentlich würde die Schokolade genauso gut zu Bern passen wie die Bären.

2018 verfasste ich deshalb ein touristisches Konzept, welches sich auf die Dreiecksschokolade bezog und auf meiner Kindheitserinnerung basierte. Da die Idee für andere zu wenig schmackhaft war, lancierte ich das Magdas-Projekt und nahm das Heft selbst in die Hand. Seit Januar 2020 begleite ich meine Gäste durch die Berner Schokoladengeschichte. Der Genuss steht jeweils im Mittelpunkt. Daher orientiere ich mich an der positiven Schokoladenseite. Die Berner Version der Geschichte über R. Lindt ist deshalb garantiert zufallsfrei und auch der Streit ist kein Thema.

Diese Schreibarbeit kostete mich als Legastheniker viel Zeit und Nerven. Als Tour Guide war ich dazwischen auch noch auf den Berner Gassen unterwegs und so kam in letzter Zeit vieles, wenn nicht sogar sehr vieles zu kurz. Bei meinem Umfeld möchte ich mich für mein Abtauchen entschuldigen. Gleichzeitig bedanke ich mich bei euch für das Verständnis. Mein anonymisiertes Dankeschön gilt aber allen, welche sich davon angesprochen fühlen. Es hat mich riesig gefreut, dass sich der zweite Teil der Lindt und Sprüngli Saga am positiven Leben von R. Lindt orientiert. Den romantischen und spannenden Roman von Lisa Graf kann ich wärmstens empfehlen.

Diese Gegendarstellung soll ein Beitrag an das kulinarische Kulturerbe der Schweiz sein und ist daher gratis. Ich bin nämlich felsenfest davon überzeugt, dass Schokolade und Bern nicht nur historisch, sondern auch geschmacklich perfekt zusammenpassen. Überzeugen Sie sich selbst. Berns Schokoladenseite wird auch Sie verführen. Mehr Informationen finden Sie auf meiner Webseite:
Aufgrund der Version aus «Patriarchen» könnte Chocobern vorgeworfen werden, diese Geschichte zu beschönigen oder gar zu verharmlosen. Und das alles im Namen des perfekten Genussmoments. Ich habe jedoch auch ausserhalb des Tellerrands recherchiert. Deshalb orientiert sich meine Darstellung an den historischen Fakten. Seit der Ausstrahlung von «Schweiz und die Schokolade» wurden zudem vermehrt Rückfragen zur Legende gestellt. Die Hintergründe sind jedoch zu komplex, sodass die Beantwortung den zeitlichen und genussvollen Rahmen einer Tour sprengen würde. Ausserdem lasse ich mir die Rolle eines Lehrmeisters nur ungern aufzwingen. Diese Punkte sprechen für eine Publikation meiner Recherche.

Nun kann die wahre Geschichte über R. Lindt aber nicht im Interesse aller sein. Ein Paradox ist ausserdem häufig das Resultat von irrationalem Verhalten. Im Vorfeld der Publikation lassen sich die Reaktionen also nur bedingt abschätzen. Mit dieser Güterabwägung sehe ich mich konfrontiert. Für die Entscheidung besinne ich mich nun wieder dem primären Ziel des Magdas-Projektes, aus welchem die Schokoladentouren entstanden. Wenn dem Publikum schon ein Zugang zur Berner Schokoladengeschichte ermöglicht wird, so besteht ein Anrecht auf den richtigen Inhalt.

Mit der Teilpublikation erhoffe ich mir, unnötige Widerstände beheben zu können. In dieser Sache sei eine kleines Gedankenspiel erlaubt: Würde die Legende von der Person von R. Lindt entkoppelt, so würden sich in Bern alle vom einen zum anderen Wochenende hangeln und wären deshalb nur mit Glück erfolgreich. Mit der Gegendarstellung ist nun aber auch eine Grundlage geschaffen, auf welcher jeder für sich entscheiden kann, ob das Narrativ eines Zufallswochenendes angebracht ist oder eben nicht. Bei Rückfragen auf einer Tour können Interessierte künftig zudem auf diese Webseite verwiesen werden.

Ich bin in Herrenschwanden aufgewachsen. Das bevorzugte Migros meiner Mutter ist das Zähringer in der Länggasse. Gemeinsam mit meinem Bruder begleiteten wir sie jeweils beim Einkauf. An die Zeit der Schokoladenfabrik am heutigen Standort der Unitobler mag ich mich daher noch vage erinnern. Der Besuch bei Jaccobs Suchard im Rahmen des Berner Ferienpasses ist hingegen noch in bester Erinnerung. Das Dschungelbuch war ausserdem mein erster Kinofilm. «Ruhe und Gemütlichkeit» ist eine Lebensphilosophie, welche ideal mit der Slow-Food-Bewegung einhergeht. Das Veredelungsverfahren von R. Lindt dauerte stundenlang. Die Geschichte über die Berner Schmelzschokolade harmoniert daher perfekt mit einer Stadt, in welcher man sich noch Zeit für die genussvollen Stunden im Leben nimmt. Eigentlich würde die Schokolade genauso gut zu Bern passen wie die Bären.

2018 verfasste ich deshalb ein touristisches Konzept, welches sich auf die Dreiecksschokolade bezog und auf meiner Kindheitserinnerung basierte. Da die Idee für andere zu wenig schmackhaft war, lancierte ich das Magdas-Projekt und nahm das Heft selbst in die Hand. Seit Januar 2020 begleite ich meine Gäste durch die Berner Schokoladengeschichte. Der Genuss steht jeweils im Mittelpunkt. Daher orientiere ich mich an der positiven Schokoladenseite. Die Berner Version der Geschichte über R. Lindt ist deshalb garantiert zufallsfrei und auch der Streit ist kein Thema.

Diese Schreibarbeit kostete mich als Legastheniker viel Zeit und Nerven. Als Tour Guide war ich dazwischen auch noch auf den Berner Gassen unterwegs und so kam in letzter Zeit vieles, wenn nicht sogar sehr vieles zu kurz. Bei meinem Umfeld möchte ich mich für mein Abtauchen entschuldigen. Gleichzeitig bedanke ich mich bei euch für das Verständnis. Mein anonymisiertes Dankeschön gilt aber allen, welche sich davon angesprochen fühlen. Es hat mich riesig gefreut, dass sich der zweite Teil der Lindt und Sprüngli Saga am positiven Leben von R. Lindt orientiert. Den romantischen und spannenden Roman von Lisa Graf kann ich wärmstens empfehlen.

Diese Gegendarstellung soll ein Beitrag an das kulinarische Kulturerbe der Schweiz sein und ist daher gratis. Ich bin nämlich felsenfest davon überzeugt, dass Schokolade und Bern nicht nur historisch, sondern auch geschmacklich perfekt zusammenpassen. Überzeugen Sie sich selbst. Berns Schokoladenseite wird auch Sie verführen. Mehr Informationen finden Sie auf meiner Webseite:
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Video: Schmelzschokolade
Wer hat sie erfunden? Der Berner Rodolphe: Über 20 Jahre lang kam die schmelzende Schokolade exklusiv aus Bern. Erst als sein Geheimnis gelüftet wurde, begann sie sich nach und nach durchzusetzen. So wurde seine Chocolat Fondant, wie er sie nannte, letztlich zur Schokolade, wie man sie rund um den Globus kennt. Was diese Geschichte angeht, so waren die Berner für einmal die Schnellsten. Lassen auch Sie sich durch diese süsse Genussgeschichte führen. Die Schoggiseite unserer Altstadt wird auch Sie verführen: www.chocobern.ch
Chocolat - natürlich aus Bern!
Nicht ernst gemeintes Schokoladenfilmchen im Kleid eines Schweizer Kräuterbonbons, garniert mit lokalen Klischees.

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Wer hat sie erfunden? Der Berner Rodolphe: Über 20 Jahre lang kam die schmelzende Schokolade exklusiv aus Bern. Erst als sein Geheimnis gelüftet wurde, begann sie sich nach und nach durchzusetzen. So wurde seine Chocolat Fondant, wie er sie nannte, letztlich zur Schokolade, wie man sie rund um den Globus kennt. In dieser Geschichte waren die Berner für einmal die Schnellsten. Lernen auch Sie die Schoggiseite unserer Altstadt kennen, indem Sie sich durch diese süsse Genussgeschichte führen lassen: www.chocobern.ch

Chocolat - natürlich aus Bern!

Nicht ernst gemeintes Schokoladenfilmchen im Kleid eines Schweizer Kräuterbonbons, garniert mit lokalen Klischees.

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